Selb · 09. – 12. April 2026 49. INTERNATIONALE GRENZLAND-FILMTAGE

Better Man

Inhalt

Better Man ist ein animierter Dokumentarfilm, der sich mit dem Phänomen Bodybuilding befasst und die Beziehung untersucht, die fitnessorientierte Männer zu ihrem eigenen Körper haben. Anhand von Interviews, die von journalistischen Techniken inspiriert sind, präsentiert der Film die Geschichten von drei Männern, die Sport als Mittel nutzen, um mit inneren Traumata umzugehen, die oft zu einem geringen Selbstwertgefühl geführt haben.

Über den Film/die Regie

Eliška Jirásková studiert derzeit im Bachelorstudiengang am Institut für Animationsfilm der Film- und Fernsehschule der Akademie der darstellenden Künste in Prag. Während ihres Studiums hat sie drei Kurzfilme gedreht: „Night Mode“ (2023), „Beware Children!“ (2023) und „Better Man“ (2025). In ihren Arbeiten beschäftigt sich Eliška gerne mit populären Themen, insbesondere solchen, die für die jüngere Generation relevant sind, und behandelt diese mit Leichtigkeit und Humor.

FILMOGRAFIE:
Night Mode (2023)
Beware Children! (2023)
Better Man (2025)

Credits

Regie:

Eliška Jirásková
Schnitt:
Viktorie Perlová
Ton:
Jakub Kraus
Produktion:
Tereza Havlová, Tomáš Šimon
Kontakt:
Marek Koutesh
E-Mail:
marek.koutesh@famu.cz

  • Tschechien
  • Tschechisch / UT Englisch
  • 2025
  • 6 min

Eigentlich wollte ich nicht lange bleiben

Inhalt

Wie veränderte sich der Umgang mit Menschen in der Psychiatrie von den 70er Jahren bis heute. Wer sind die Menschen, die in so einer Einrichtung leben und wie erlebt es ein junger Mann, der in den 70ern dort anfängt zu arbeiten. Konfrontiert mit einer traumatischen Entdeckung in der Familienbiografie startet eine Reflektion.

Über den Film/die Regie

Als unabhängiger Filmemacher und Cutter hat sich Andreas Grützner auf das Dokumentarfilmgenre spezialisiert. Bislang hat er vierzehn Kurz- und Langdokumentarfilme veröffentlicht. Seine jüngsten Filme „CHRIST/EL“ und „LAND OF DISTRICTS“ wurden auf mehr als hundert Festivals weltweit gezeigt und mit mehreren Preisen ausgezeichnet.
Neben seiner Tätigkeit als Filmemacher ist Andreas Grützner auch Gründer und Leiter von KLAPPE AUF!, dem inklusiven Kurzfilmfestival in Hamburg. Ziel des Festivals ist es, zeitgenössische künstlerische Kurzfilme zu kuratieren und zu präsentieren, die so angepasst sind, dass sie für Menschen mit Behinderungen zugänglich sind. Das Festival ist mittlerweile national und international bekannt und vernetzt und ist ein Beispiel dafür, wie Barrierefreiheit, Vielfalt und Inklusion aktiv umgesetzt werden können.

FILMOGRAFIE:
Mein Freund Uwe / My friend Uwe -3:22 min. 2003 Director: Walter Uehr & Andreas Grützner(Editor)
Hier spricht Walter / This is Walter speaking -95 min. 2004 Director and Editor: Andreas Grützner
Fliegen / Flying–14:58 min. 2005 Director and Editor: Andreas Grützner
Mit anderen Augen / Through Anitas eyes–6:51 min.2007 Director and Editor: Andreas Grützner
Seifenblasen / Soap Bubbles–3:13 min. 2008 Director and Editor: Andreas Grützner
Rosi –7:48 min. 2010 Director and Editor: Andreas Grützner
Eine Liebe 1943 / In love 1943–23:22 min. 2011 Director and Editor: Andreas Grützner
Das hat mit Gerechtigkeit wenig zu tun /It`s not really justice 90 min. 2011, Director and Editor: Frank Brenneke und Andreas Grützner
Oz –11:53 min. 2011Director and Editor: Frank Brenneke und Andreas Grützner
Romy, ich bin krank / Romy, i`am shy–14:57 min.2013 Director and Editor: Andreas Grützner
CHRIST/EL –8:39 min. 2016vDirector and Editor: Andreas Grützner
Land der Gegenden–4:36min. 2019 Director and Editor: Andreas Grützner
ALLES IST EINS.AUSSER DER 0.–93min., 2021 Editor: Andreas Grützner
Eigentlich wollte ich nicht lange bleiben–23min., 2025 Director and Editor: Andreas Grützner

Credits

Regie:

Andreas Grützner
Produktion:
Andreas Grützner
Kontakt:
Andreas Grützner
E-Mail:
info@gruetzner-film.de

  • Deutschland
  • Deutsch
  • 2025
  • 23 min

Papa

Inhalt

„Papa“ lässt das Publikum an einem intimen Gespräch zwischen Vater und Tochter teilhaben, deren ambivalente Beziehung vor und hinter der Kamera thematisiert wird, während der Vater sich um seinen Garten kümmert. „Warum ist mein Vater der Vater, der er ist?“ ist die Frage dieses Filmes, gestellt durch die Filmemacherin selbst.

Über den Film/die Regie

Ich bin in Berlin geboren und aufgewachsen, wo meine Leidenschaft für Film und Kunst ihren Anfang nahm. Nachdem ich drei Semester lang Filmwissenschaft und Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin studiert hatte, verlagerte ich meinen Schwerpunkt auf das praktische Filmemachen und die Produktion von Musikvideos. Um die Lücke zwischen Theorie und Praxis zu schließen, wechselte ich an die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, wo ich meinen Bachelor-Abschluss in Film und Fotografie mit Auszeichnung absolvierte.

Seit 2020 arbeite ich mit COLORSxSTUDIOS zusammen und habe eigenständig eine Reihe von Musikvideos und Filmen produziert und Regie geführt.

Meine Arbeit konzentriert sich auf Musikvideos und Dokumentarfilme, mit dem Ziel, intime Einblicke in persönliche Geschichten zu gewähren. Derzeit studiere ich Dokumentarfilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg.

FILMOGRAFIE:
Papa (2024, Regie, Kurzdokumentation)
In Takt (2025, Regie, Kurzdokumentation)

Statement der Regie

Wie mein Professor immer sagte:
Um gute Filme zu machen, muss man bereit sein, sich selbst zu zeigen.

Credits

Regie:

Lucie Leichsering
Musik:
Emmanuel Bakaba
Kontakt:
Lucie Leichsering
E-Mail:
lucie.lei@posteo.de

  • Deutschland
  • Deutsch
  • 2024
  • 12 min

Piano Man

Inhalt

Wie lebt ein Mensch ohne seinen angeblich wichtigsten Sinn? Wie erlebt ein Blinder eine Welt, die sich immer schneller zu drehen scheint? „Piano Man“ geht genau diesen Fragen nach und porträtiert das Leben eines blinden Pianisten. Eine Erfahrung des Fühlens und Hörens – ein Leben mit Musik.

Über den Film/die Regie

Journalist und aufstrebender Dokumentarfilmregisseur aus Berlin.

Statement der Regie

Stefan Debus verlor vor über 20 Jahren bei einem Unfall sein Augenlicht. Seitdem kann er nichts mehr sehen, weder Licht noch Dunkelheit. Doch anstatt sich von diesem Schicksalsschlag unterkriegen zu lassen, stellte sich Debus dieser neuen Herausforderung im Leben. Er kehrte in die Schule zurück und erlernte das Handwerk des Klavierstimmers – einen Beruf, der früher für blinde Menschen durchaus üblich war. Debus fand seinen Weg mit seiner Blindheit und entdeckte trotz seiner Behinderung wieder Freude am Leben. Eine inspirierende Geschichte voller Hoffnung.

Credits

Regie:

Konrad von Finckh
Kamera:
Victor Rubow
Mitwirkende:
Stefan Debus
Ton:
Friedrich Haustein
Produktion:
Konrad von Finckh
Kontakt:
Konrad von Finckh
E-Mail:
konradvonfinckh@gmail.com

  • Deutschland

  • Deutsch
  • 2025
  • 21 min

POLIO

Inhalt

Polio ist eine virale Infektionskrankheit, die zu Lähmungen führen kann. Die Krankheit ist heutzutage fast ausgerottet, aber es gibt immer noch Menschen, die nach einer Polio-Infektion mit lebenslangen Folgen der Krankehit zu kämpfen haben. Der Film zeigt nur einige dieser Geschichten auf hoffnungsvolle und leicht humorvolle Weise.

Über den Film/die Regie

Klara Kubenkova (geb. 2002) stammt aus der Tschechischen Republik und studiert Animation an der FAMU in Prag unter der Leitung von Michaela Pavlatova, wo sie derzeit an ihrem Bachelor-Projekt arbeitet. Sie erstellt vor allem Kurzfilme mit handgezeichneter 2D-Animation. In ihrer Arbeit schätzt sie die Fähigkeit, wichtige Themen zu vermitteln und sie gleichzeitig durch humorvolle Elemente aufzulockern, wie ihr animierter Dokumentarfilm POLIO (2025) zeigt.
Sie hat eine Vorliebe dafür, Großmütter zu animieren, vor allem, weil sie es kaum erwarten kann, eines Tages selbst eine zu sein. Die Animationsszene bietet ihr die Möglichkeit, Beziehungen über verschiedene kreative Bereiche hinweg aufzubauen und gemeinsam an Projekten zu arbeiten – genau das ist es, was sie als Künstlerin antreibt.
Wenn sie nicht gerade Zeichnungen zum Leben erweckt, findet man sie beim Wandern in den Bergen oder beim Entspannen in gemütlichen Kneipen.

FILMOGRAFIE:
Loves and Daisies (2025)
Polio (2025)

Credits

Regie:

Klára Kubenková
Animation:
Klára Kubenková
Schnitt:
Klára Kubenková
Ton:
Mikuláš Pekárek
Musik:
Juraj Gažmerčík
Produktion:
Julie Sroková, Tomáš Šimon
Kontakt:
Marek Koutesh
E-Mail:
marek.koutesh@famu.cz

  • Tschechien
  • Tschechisch / UT: Englisch
  • 2025
  • 5 min

Shadows

Inhalt

Auf einem überfüllten Flughafen flieht Ahlam, eine 15-jährige Mutter, aus Bagdad, dem einzigen Ort, den sie je gekannt hat. Während sie gegen die Schatten um sie herum ankämpft, denkt sie über ihre Reise nach, um ihr Leben zurückzugewinnen.

Über den Film/die Regie

Rand Beiruty ist Autorin, Regisseurin und kreative Produzentin. Sie hat einen praxisorientierten Doktortitel der Filmhochschule Babelsberg erworben, wo sich ihre Forschung auf Fragen der Repräsentation und des partizipativen Filmemachens konzentrierte. Ihr Debüt-Spielfilm „Tell Them About Us“ feierte auf dem CPH:DOX Premiere und gewann 2025 den Deutschen Dokumentarfilmpreis. Ihr animierter Kurzfilm „Shadows“ feierte auf den 81. Internationalen Filmfestspielen von Venedig Premiere und wurde anschließend auf über 100 Festivals gezeigt, wo er 20 Preise gewann.

FILMOGRAFIE:
2024 – Tell them about us – documentary – 92min
2024 – Shadows – Animated documentary – 11min

Statement der Regie

Ich habe einen wiederkehrenden Albtraum, in dem ich vor einem gesichtslosen Mann fliehe. Wenn ich um Hilfe flehe, ignorieren mich die Menschen entweder oder halten mich für verrückt. Diese Albträume hallen nach, weil Gewalt gegen Frauen in vielen Teilen der Welt gesellschaftlich normalisiert und sogar gesetzlich toleriert wird. Während ich dies schrieb, wurde eine jordanische Frau namens Ahlam von ihrem Vater ermordet, der anschließend ruhig neben ihrem sterbenden Körper Tee trank. Ihr Name, Ahlam, bedeutet auf Arabisch „Träume“ – derselbe Name, den ich für die Protagonistin von Shadows gewählt habe. Im Gegensatz zur echten Ahlam ist unsere Ahlam eine Überlebende.
Ich lernte Ahlam kennen, als ich in Deutschland einen Dokumentarfilm mit jugendlichen Migrantinnen drehte. Sie war von ihrer Familie weggelaufen und sehnte sich nach Liebe und Unterstützung. Sie wollte ihre Geschichte erzählen, wurde aber beim Schilderung ihrer Vergangenheit verletzlich. Ich stoppte die Kamera, da ich das Gefühl hatte, es sei nicht richtig, weiter zu filmen.
Als minderjährige Ausreißerin und Flüchtling warf die Veröffentlichung von Ahlams Geschichte ethische Dilemmata auf, doch ihre Stärke beeindruckte mich. Sie wollte unbedingt sprechen, also entschied ich mich für einen animierten Dokumentarfilm, um ihre Geschichte zu erzählen und gleichzeitig ihre Verletzlichkeit zu schützen. Die Animation ermöglichte es uns, ihre Vergangenheit nachzuzeichnen und ihre subjektive Sichtweise zu visualisieren.
Überall auf der Welt werden häusliche Gewalt und Kinderheirat selten thematisiert, es sei denn, es kommt zu einer Tragödie. Ich möchte mit „Shadows“ diese Ungerechtigkeiten aufdecken und Ahlams Mut würdigen, indem ich hervorhebe, dass sie sich weigert, sich von ihren Lebensumständen bestimmen zu lassen.

Credits

Regie:

Rand Beiruty
Produktion:
Idris Lettifi, Jude Kawwa, Moussa Lettifi
Kontakt:
Rand Beiruty
E-Mail:
randbeiruty@gmail.com

  • Jordanien
  • Arabisch, Deutsch
  • 2024
  • 12 min

zwischen uns

Inhalt

Zwischen Ost und West: Ein visuell-ethnografischer Ansatz zu Identität und Zugehörigkeit unter jungen Berlinern nach der Wiedervereinigung.

Über den Film/die Regie

Alma Fried wurde 2001 in Berlin geboren, wo sie heute lebt und arbeitet.
Im Anthropologiestudium begann sie, sich mit visuellen Formen der Auseinandersetzung an der Schnittstelle von Persönlichem und Gesellschaftlichem zu beschäftigen.
Aktuell studiert sie Medienwissenschaft im Master und vertieft dort ihre Auseinandersetzung mit medialen Erzählformen. "zwischen uns" ist ihr erster Film.

FILMOGRAFIE:
zwischen uns (2025, Kurzfilm, Dokumentarfilm, 14 Min.) - Regie, Kamera, Schnitt, Produktion

Credits

Regie:

Alma Fried
Mitwirkende:
Anais Bokelberg, Bastian Jankowski
Kontakt:
Alma Fried
E-Mail:
almafried@gmail.com

  • Deutschland
  • Deutsch
  • 2025
  • 14 min