Zwischen uns
Inhalt
Als ein Paar eine dritte Person in sein Bett einlädt, wird ihre Beziehung auf die Probe gestellt. Wie viel Freiheit lässt ihre Liebe zu, und wie viel Wahrheit kann sie ertragen?
Über den Film/die Regie
Svenja Jung ist eine der vielseitigsten Schauspielerinnen ihrer Generation. Mit „Fucking Berlin“ und „Das Zentrum meiner Welt“ machte sie erstmals auf sich aufmerksam, wurde für den Förderpreis Neues Deutsches Kino und den New Faces Award nominiert und gewann den Bayerischen Filmpreis als beste Nachwuchsdarstellerin.
Seitdem hat sie in „Deutschland 89“ und „Dark“ sowie im Tanz- und Familiendrama „The Palace“, in dem sie Zwillinge spielt, in „The Empress“, „Sam – A Saxon“ und der Netflix-Serie „Crooks“ vielbeachtete Darstellungen abgeliefert. International ist sie in dem britischen Mystery-Film „Baghead“ und in HBOs „Spy/Master“ zu sehen, der bei der Berlinale im Wettbewerb um die beste Serie lief.
Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen der Fernsehfilm „Ein Mann seiner Klasse“ (Deutscher Fernsehpreis 2025 – Bester Film), das international erfolgreiche Netflix-Drama „Fall for Me“ und die WDR-Serie „naked“, in der sie weiterhin komplexe Charaktere mit Feingefühl und Intensität auslotet. Der Kurzfilm „Between us“ ist ihr drittes Projekt als Regisseurin, nach einer Reihe von Musikvideos und einem früheren Kurzfilm, den sie im Rahmen ihres Studiums an der Universität Potsdam fertiggestellt hat.
Statement der Regie
Ich wollte eine kleine, intime Welt schaffen – einen „Kokon“, der die Beziehung zwischen zwei jungen Menschen einfängt. Für mich steht das Zusammenspiel der Körper innerhalb eines Raumes im Mittelpunkt: das, was gesagt wird, und das, was jenseits der Worte offenbart wird.
Da ich aus dem Tanzbereich komme, interessiert mich die körperliche Wahrheit einer Szene sehr. Die Geschichte spielt am Morgen nach einem Dreier – ein Paar lässt die vergangene Nacht Revue passieren und bewegt sich dabei von Verspieltheit und Sinnlichkeit hin zu Eifersucht und Machtverschiebungen. Die „dritte Person“ taucht nur in kurzen visuellen Einblendungen auf, wie Erinnerungen, die durch die Haut zurückkehren.
Der Film spiegelt die Suche meiner Generation nach Freiheit und Erfüllung durch offene Beziehungen wider – und wie dabei oft die Ehrlichkeit verloren geht. Ich wollte zeigen, wie Wahrheiten unausgesprochen bleiben, wie Nähe zu Distanz wird. Am Ende täuschen sich beide Figuren selbst, während das Publikum nach und nach in die Innenwelt der Protagonistin eintaucht und beginnt, die Geschichte durch ihre Augen zu sehen.
Credits
Regie:
- Svenja Jung
- Drehbuch:
- Kamera:
- Schnitt:
- Mitwirkende:
- Mercedes Müller, Merlin Rose
- Ton:
- Musik:
- Produktion:
- Annabella Zetsch
- Kontakt:
- Annabella Zetsch
- E-Mail:
- annabella@zetsch.de
Deutschland
- Deutsch
- 2025
- 7 min