30 Kilo Heimat
Inhalt
Christl Eibl, geboren 1940 in Chodský Újezd (Heiligenkreuz) in der Tschechischen Republik, erzählt von Verlust. Ein traumatisches Erlebnis – besonders für ein sechsjähriges Kind: das Verlieren der vertrauten Umgebung, der Heimat. Im Film „30 Kilo Heimat“ erzählt sie ihrem Enkel, dem Regisseur, von ihrem Schicksal als Vertriebene aus dem Sudetenland.
Sie wurde dort geboren und lebte mit ihrer deutschen Familie in der kleinen Stadt. Sechs Jahre später wurde sie mit ihren Eltern, Großeltern und ihrer kleinen Schwester ausgewiesen. Christl spricht jedoch nicht nur über diese Vertreibung, sondern vor allem über die Spuren, die der Verlust ihrer Heimat hinterlassen hat. Sie erzählt von Versöhnung, aber auch vom Loslassen und Erinnern.
Über den Film/die Regie
Michael Eibl, geboren 2006 in München, interessiert sich, solange er denken kann, für Film und Medien – und dafür, wie Geschichten entstehen. Aufgewachsen mit „Die Sendung mit der Maus“ und „Willi wills wissen“, begann er bereits in der Grundschule, eigene Kurzfilme zu drehen. Zusammen mit einem Freund schrieb er Kurzgeschichten, filmte sie, schnitt sie auf einem alten Windows-XP-Laptop und verkaufte die DVDs an seine Klassenkameraden.
Heute studiert er Filmproduktion am SAE Institute in München, arbeitet als Kameramann und entwickelt eigene Dokumentarfilmprojekte. Von Windows Movie Maker über Premiere Pro bis hin zu DaVinci Resolve und professionellen Sony- und Arri-Kameras – technisch hat sich viel verändert, aber für ihn sind heute noch immer dieselben Dinge wichtig: echte Menschen, echte Emotionen.
Seit seinem zwölften Lebensjahr arbeitet er an seinem Herzensprojekt „30 Kilo Heimat“ – einem Dokumentarfilm über seine Großmutter und ihre Geschichte der Vertreibung. Der Film ist repräsentativ für seinen Stil: nah an den Menschen, getrieben von Empathie und dem Wunsch, Erinnerungen greifbar zu machen.
Als Regisseur und Kameramann möchte Michael Filme machen, die Hoffnung geben und Menschen verbinden – Geschichten der Versöhnung, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Seine Stärke liegt im dokumentarischen Storytelling: Beziehungen aufbauen, Vertrauen schaffen und echte Begegnungen in bewegende Filme verwandeln.
FILMOGRAFIE:
"30 Kilo Heimat" (Dokumentarfilm, 2025) – Regie, Kamera (DoP), Produktion
"SAMSARA" (Kurzfilm, 2026) – DoP & Produktion
Statement der Regie
Seit ich im Alter von 12 Jahren die Idee zu diesem Film hatte, bin ich persönlich gewachsen, ebenso wie meine Beziehung zu meiner Großmutter. Weil es um sie geht, liegt mir das Projekt „30 Kilo Heimat“ sehr am Herzen.
Trotz des spezifischen Themas konnte ich im Laufe der Zeit herausfinden, was diesen Film heute relevant macht. Ich möchte die Zuschauer nicht nur dazu einladen, ihre Familiengeschichte zu erforschen, sondern auch zeigen, dass unsere Großeltern hier in Deutschland Flucht und Vertreibung erlebt haben. Hoffentlich hilft dies einigen Menschen, sich in die Flüchtlinge und Vertriebenen unserer Zeit hineinzuversetzen. Zu wissen, dass ihre Vorfahren dasselbe durchgemacht haben.
Credits
Regie:
- Michael Eibl
- Kamera:
- Michael Eibl
- Schnitt:
- Michael Eibl
- Darsteller:
- Christl Eibl, Franz Schöner
- Musik:
- Johannes Beyersdörfer
- Produktion:
- Michael Eibl
- Kontakt:
- Michael Eibl
- E-Mail:
- m.eibl@shirevano.de
Deutschland
- Deutsch
- 2025
- 45 min